Neulandhalle Neulandhalle Neulandhalle Neulandhalle Neulandhalle
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Neulandhalle

Historischer Lernort Neulandhalle

Seit Mai 2019 informiert eine dauerhafte und selbsterklärende Außenausstellung über die fatale Propaganda und Volksgemeinschafts-Ideologie der Nationalsozialisten. Der Historische Lernort Neulandhalle rund um die ehemalige Versammlungs- und NS-Schulungsstätte im einstigen „Adolf-Hitler- Koog“ dokumentiert den Zusammenhang von vermeintlich unpolitischen Maßnahmen wie der Landgewinnung mit dem völkisch-rassistischen Gedankengut der Nazis.

Die Neulandhalle wurde im Jahr 1935 gebaut – als zentraler Versammlungsort im gerade eingedeichten Dieksanderkoog (damals „Adolf-Hitler-Koog“). Mit viel Propaganda feierten sich hier die Nationalsozialisten für eine „friedliche Erweiterung deutschen Lebensraums“ und die Errichtung einer „Volksgemeinschaft im Kleinen“. In dem Musterkoog erhielten 92, von den Nationalsozialisten handverlesene Siedler Hofstellen.


Das zentrale Gebäude, die als „Anti-Kirche“ konzipierte Neulandhalle, wurde von den Nationalsozialisten auf einer Warft, dem Franzosensand, errichtet. Sie bildete das Zentrum des Gemeinschaftslebens der kurz zuvor angesiedelten Bauern. Sie wurde für ideologische Schulungen der Bevölkerung genutzt und diente an nationalen Feiertagen, wie dem „Tag der Arbeit“, als Versammlungsort.

Träger ist der Kirchenkreis Dithmarschen. Die historische Ausstellung wurde entwickelt und umgesetzt von einer Projektgruppe der Forschungsstelle für regionale Zeitgeschichte und Public History der Europa-Universität Flensburg und steht vollständig im Freien. Mannshohe Buchstaben der Worte „Volksgemeinschaft und Lebensraum“ dienen als Ausstellungsflächen und beleuchten verschiedene Aspekte der Neulandhalle und ihrer Geschichte im historischen Kontext. Vorder- und Rückseiten bilden einzelne Kapitel. Die Ausstellung ist ganzjährig tagsüber frei zugänglich.

Für die Bildungsarbeit vor Ort ist der Verein Volkshochschulen in Dithmarschen verantwortlich.